Die Nummer eins im Ländle! Blau-Weiß Feldkirch setzt ein Ausrufezeichen
Dieses Derby hatte alles, was ein Ländle-Duell braucht. Emotionen. Tempo. Kampf. Rückschläge. Und am Ende eine Mannschaft, die genau dann am stärksten war, als es darauf ankam.
Der HC Sparkasse Blau-Weiß Feldkirch hat das letzte Ländle-Derby gegen den SSV Dornbirn Schoren eindrucksvoll für sich entschieden. Mit einem klaren 34:42-Erfolg zeigte Feldkirch nicht nur sportliche Klasse, sondern setzte auch ein klares Zeichen: Blau-Weiß ist aktuell die Nummer eins im Ländle.
Von Beginn an war spürbar, wie viel dieses Spiel bedeutete. Die Mannschaft von Trainer Zoltan Balogh startete konzentriert, mutig und mit viel Energie. Schnell setzte sich Feldkirch auf 1:5 ab und machte deutlich, dass man dieses Derby nicht einfach spielen, sondern gewinnen wollte. Doch ein Derby wäre kein Derby, wenn es keine schwierigen Phasen geben würde. Dornbirn kämpfte sich zurück, nutzte Fehler konsequent aus und brachte Blau-Weiß immer wieder unter Druck.
Zur Pause stand es 19:19. Alles war wieder offen. Doch genau in diesem Moment zeigte Feldkirch, was diese Mannschaft ausmacht.
Nach dem Seitenwechsel kam Blau-Weiß mit einer anderen Entschlossenheit zurück auf die Platte. Die Abwehr arbeitete aggressiver, das Umschaltspiel wurde schneller, im Angriff griff ein Rad ins andere. Jede Spielerin übernahm Verantwortung, jede Aktion hatte Energie, jede gelungene Szene gab der Mannschaft noch mehr Selbstvertrauen.
Beim 25:25 in der 38. Minute war das Derby noch völlig offen. Danach gehörte das Spiel Feldkirch. Mit Tempo, Leidenschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit zog Blau-Weiß Tor um Tor davon. Dornbirn fand immer weniger Lösungen gegen die konsequente Feldkircher Abwehr, während vorne die Chancen klar herausgespielt und eiskalt verwertet wurden.
Besonders schön war, dass gegen Ende auch die jungen Spielerinnen ihre Einsatzminuten bekamen. Sie nutzten die Gelegenheit und zeigten, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Ein starkes Zeichen für die Zukunft von Blau-Weiß Feldkirch.
Auch emotional schrieb dieses Derby eine besondere Geschichte. Nach dem Ausstieg von Vanessa Torda half Kitti Matyas der Mannschaft im Tor aus. Für diesen Einsatz und diese Unterstützung bedankt sich der Verein von Herzen. Gleichzeitig standen mit Kitti Matyas und ihrer Tochter Laura Zsiak zwei Generationen gemeinsam auf dem Feld. Ein besonderer, fast historischer Moment für Blau-Weiß Feldkirch und für dieses Derby.
Vor dem Spiel war das Ziel klar: mit Freude, Mut und einem Lächeln auftreten. Genau das hat die Mannschaft getan. Getragen wurde sie dabei auch von den zahlreichen Feldkircher Fans, die das Team lautstark unterstützten und für eine großartige Derby-Stimmung sorgten.
Am Ende durfte Blau-Weiß Feldkirch völlig verdient feiern. Der Blick auf die Tabelle unterstreicht die aktuellen Kräfteverhältnisse: Feldkirch steht mit 22 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, während Dornbirn mit vier Punkten als Absteiger feststeht. Dieses Derby zeigte deutlich, was die beiden Vereine derzeit trennt.
Damit endet wohl vorerst auch die Derby-Geschichte zwischen Feldkirch und Dornbirn. Und dieses letzte Ländle-Derby bleibt blau-weiß.